Thomas Offermann
 Thomas Offermann begann das Gitarrespiel im Alter von 7 Jahren und ist heute einer der profiliertesten Gitarristen und Gitarrenpädagogen seiner Generation.
Studien an den Musikhochschulen Köln und Aachen (Tadashi Sasaki, Hubert Käppel) "mit Auszeichnung", Solistendiplom Musikakademie Basel (Oscar Ghiglia).
Weitere Lehrer: AMADEUS-Streichquartett, Manuel Barrueco, Leo Brouwer, David Russell, Karl Scheit, John Williams.
Mehrfacher DAAD-Stipendiat, Stipendiat der "Richard - Dörken - Stiftung", Preisträger und Finalist internationaler Wettbewerbe (International Scandinavian Guitar Competition, Certamen International "Andrès Segovia" und Certamen International "Francisco Tárrega").
Als Solist, mit Orchestern, als Kammermusiker in unterschiedlichsten Besetzungen und mit dem international herausragenden DUO SONARE bereiste er seit 1984 mehr als 40 Länder der Welt und gastierte bei den großen internationalen Gitarrenfestivals und Kammermusikfestivals.
Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehproduktionen im In- und Ausland, acht international hochbeachtete CD- Einspielungen mit dem DUO SONARE. Gemeinsam mit dem DUO SONARE war Thomas Offermann der erste, der das Repertoire der klassischen Gitarre für Kompositionen von Musikern wie Chick Corea, Frank Zappa oder Mike Oldfield öffnete.
Prof. Thomas Offermann gilt international als erfahrener, feinfühliger Pädagoge und Motivationskünstler, aber auch als akribischer Gitarren -"Trainer". Er leitet eine Soloklasse an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Studenten aus der ganzen Welt anzieht und ist dort Leiter der Abteilung Gitarre.
Gastdozent an verschiedenen Musikhochschulen: Ecole Normale de Musique Paris, Manhattan School of Music New York, Yale University in New Haven, Eastman School of Music Rochester, NY, Hochschule für Künste Bremen, Stettin, Nishni Nowgorod, Minsk, Saigon und Hanoi.
Meisterkurse bei den bedeutenden Gitarrenfestivals der Welt.
Jährlicher Interpretationskurs "Gitarre Intensiv" des DUO SONARE in der Landesmusikakademie Nordrhein-Westfalen in Heek, regelmäßige Interpretationskurse in allen Teilen Deutschlands.
Jurymitglied und -präsident nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Konzerte und Meisterkurse z.B. mit Pavel Steidl, Oscar Ghiglia, David Qualey, Uwe Kropinski zeugen von seiner musikalischen Offenheit.
Ende 1996 führte eine plötzliche Erkrankung zu einer völligen linksseitigen Lähmung - ein tiefer Einschnitt in seine internationale Konzertkarriere und in die Pläne des auf dem Zenit seines Erfolges stehenden DUO SONARE.
Schon ab April 1997 Wiederaufnahme der Konzerttätigkeit des DUO SONARE, in 2000 live-CD - aber er konnte die Behinderung nicht völlig überwinden.
Heute konzentriert er sich auf seine pädagogische Arbeit, schreibt an einem Buch und hält Vorträge zu Musik und Technik. Er hatte profunde Erkenntnisse und Wissen über Bewegungsabläufe und deren Zusammenhänge erworben, die ihm ohne seine persönliche Geschichte verschlossen geblieben wären. Seine Arbeit an der Entwicklung einer Ganzheitlichen Gitarrentechnik machen in zum vielbeachteten Ratgeber in Fachkreisen, Vorträge zu diesem Thema bringen ihn zu wichtigen Gitarrenfestivals.
Begeistert arbeitet Thomas Offermann als Pädagoge; von seiner Musikalität profitieren heute seine Studenten. Ein Hauptanliegen ist, sie unter optimaler künstlerischer Führung darin zu unterstützen, sich zu Künstlerpersönlichkeiten zu entwickeln, die selbst als Pädagogen und Künstler auf dem heutigen Markt bestehen können. Studenten seiner Meisterklasse sammeln zahlreiche Konzerterfahrungen an renommierten Spielorten: jährliche Konzerte seiner Klasse bei den BMKG in Bonn und in Berlin, TV-Portrait einzelner Studenten, Live-Radio- Mitschnitte sowie Konzerte mit der Norddeutschen Philharmonie.
Bei Thomas Offermann herrscht eine kreative und konzentrierte Atmosphäre. Offermann arbeitet genau und analytisch, erklärt Musik und Technik für jeden verständlich und benutzt dabei manche überraschende Metapher.
Es gelingt ihm, dem Schüler mehr Bewußtsein für sein Spiel zu vermitteln und blockierende Angst abzubauen. Er stellt einen hohen künstlerischen Anspruch an seine Schüler und ermöglicht ihnen, diesen zu erfüllen. Für Thomas Offermann bestimmt nicht das Fehlerzählen die Arbeit an der Musik: Musik als Kunstausübung und nicht als Abspulen mechanischer Spielabläufe in schulmeisterlicher Übemanier.
Benjamin Verderys "Ellis Island" für 12 Gitarren beim Forum Gitarre Wien 2003
Danielle Ribouillault schrieb in "Les Cahiers de la Guitare" über einen Meisterkurs:
"Als ich eintreffe, erklärt Thomas Offermann gerade, wie man die Noten nutzt, um eine Phrase wieder in Schwung zu bringen...... und dann hört man, wie eine Melodie aufblüht, sich mit Leben füllt. Er weist dem Studenten den Weg zu einem reichen Rubato, das diese Melodie vibrieren lässt. Er - dessen Spiel gekennzeichnet war von solch einer großen Musikalität und Meisterschaft - hat die Gabe, den lebenssprühenden Esprit, der vor seiner Erkrankung so typisch für seine Interpretationen war, weiterzuvermitteln. Sein Meisterkurs war gut besucht, was beweist, dass sein leidenschaftliches Weitergeben von Musik unglaubliche Stärke in ihm auslöst, etwas Wesentliches, etwas, das man mit ihm intensiver erlebt als anderswo. "
http://www.thomasoffermann.com
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